zuerich3.jpg Geschichte der Zürcher Gesellschaft für Kardiologie

Die Zürcher Gesellschaft für Kardiologie (ZGK) ist die grösste regionale kardiologische Fachgesellschaft der SGK. Die Mitgliederzahl hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Praktisch alle KardiologInnen, Herzchirurgen und einige Herzanästhesisten im Grossraum Zürich sind bei uns Mitglieder. Verschiedene KollegInnen aus unseren Nachbarkantonen sind ebenfalls bei uns aktiv. Die genaue, jährlich im Januar aktualisierte, Mitgliederzahl und deren Aufteilung ist auf der
Eröffnungsseite unserer Website ersichtlich.

Am 3. 4. 1974 wurde unsere Gesellschaft als «Gruppe Praktizierender Zürcher Kardiologen» gegründet. Das Präsidium war von 1974–1976 bei Georg Kaufmann, von 1976–1990 bei Klaus Völlm. Pro Jahr fanden jeweils 4 Fortbildungen zu verschiedenen Themen der Kardiologie statt. Von 1990 bis Januar 1999 lag das Präsidium bei Franz Dorschner. In den folgenden 4 Jahren bei Markus Kaiser. Von 2003 bis Januar 2005 bei Maurus Huber. All diese Kollegen haben unsere Gesellschaft massgeblich gefördert.

Am 13. 7. 1995 wurde anlässlich einer GV mit 41 ordentlichen Mitgliedern am USZ der neue Name «Vereinigung Zürcher Kardiologen (VZK)» gutgeheissen. Seit der GV am 25. 1. 2001 heisst unsere Vereinigung nun «Zürcher Gesellschaft für Kardiologie».

Seit 1995 vertritt unsere Gesellschaft die fachlichen und standespolitischen Interessen der praktizierenden, angestellten und als Belegärzte arbeitenden Zürcher Kardiologen. Weitere Anliegen sind die Förderung der fachlichen Weiterbildung der Mitglieder, die enge Verbindung mit der SGK, die Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen im Kanton Zürich sowie mit der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich und die Pflege der Kollegialität. Es erfolgten diverse Revisionen der Statuten in den Jahren 1999, 2001, 2007, 2009, 2010 und 2012.

Eine gewisse Vernetzung und ein gutes und modernes Arbeitsinstrument bildet seit dem 18.  Juni  2001 unsere Website mit 300 bis 400 Besuchen/Monat. Die Website wurde seither fünfmal vollständig überarbeitet, letztmals im November 2009 und Januar 2013. Seit 2009 gibt es einen Publikumsteil durch die Integration der Website von HELP-Zuerich. Seit dem Jahre 2005 sind die Jahresberichte der Präsidenten und die jeweiligen GV-Protokolle im geschützten Mitgliederbereich einsehbar. Neu haben wir ein sehr praktisches Linksystem zu allen internationalen kardiologischen Guidelines. Dieses dürfte uns im Alltag sehr nützlich sein.

Neben den regelmässigen sehr guten kardiologischen Fortbildungen am USZ, STZ und den kardiologischen Zentren der Hirslandengruppe gibt es für unsere Mitglieder seit 2006 jährlich auch eine gemeinsame Fortbildung aller kardiologischer Zentren im Kanton unter Leitung von Tobias Wettstein. Zusätzlich wird ein praktischer Echokurs im Jahr am USZ angeboten. In den Jahren 2003 bis 2007 führte die ZGK fünf erfolgreiche REA-Kurse nach AHA für KardiologInnen aus der ganzen Schweiz in Seewis durch. Ausserdem unterstützte die ZGK in den Jahren 2007 bis 2009 massgeblich die Arbeitsgruppe HELP-Zürich, welche die Aktion HELP der Schweizerischen Herzstiftung in unserem Kanton durch diverse Projekte einem breiten Publikum zugänglich machte. Ziel der Aktion war das richtige Verhalten bei einem Herznotfall. Verschiedene Mitglieder unserer Gesellschaft waren in diesen Projekten ehrenamtlich sehr aktiv. Durch diese Öffentlichkeitsarbeit tritt unsere Gesellschaft so auch bei der Bevölkerung des Kantons Zürich in Erscheinung.

Ein Highlight besonderer Art war die Organisation der erfolgreichen SGK Herbsttagung am 22. November 2012 in Zürich mit 130 Teilnehmern. Diese wurde vom ZGK Vorstand, unter der Leitung von Urs Dürst, nach 2004 nun zum zweiten Mal organisiert. Im Organisationskomitee waren zusätzlich Peter Siegrist und Gabor Sütsch. Die sehr gute und bewährte Organisation lag bei Frau Mafalda Fent. Sehr beliebt sind auch die alljährlichen Echorosinen Ende November unter Leitung von Rolf Jenni und neu Felix Tanner mit dem traditionellen Abendessen im Zunfthaus zum Rüden, welches bei Mitgliedern und deren Partnern sehr beliebt ist.

Georg Kaufmann und Klaus Völlm wurden an der GV 2010 auf Grund ihrer Verdienste für die ZGK zu Ehrenmitgliedern ernannt.  

Die beiden Arbeitsgruppen Echokardiographie und kardiale Rehabiliation wurden an der gleichen GV aufgehoben. Beide Gruppen sind auf nationaler Ebene tätig, es bedarf dieser nicht mehr in einer Regional-gesellschaft. Als neuer Präsident wurde Dominik Maurer für 4 Jahre gewählt. Er trat die Nachfolge von Urs Dürst an, welcher sein Amt nach 5 Präsidialjahren abgegeben hatte. Gianni Garzoli ist nach 8 Jahren im Vorstand, davon 7 Jahre als Quästor  an der GV 2010 zurückgetreten.

In den letzten 3 Jahren hat der Mitgliederbestand bis zur GV 2013 von 185 auf 197 ordentliche Mitglieder zugenommen. Seit der GV 2011 haben wir für sich bewerbende Mitglieder das Patensystem eingeführt. Wir sind seit Jahren aktives Mitglied bei den praktizierenden Kardiologen des ESC (CCP). Neu vertreten seit 2012 durch Tiziano Schepis; seine Vorgänger waren Urs Dürst und Gianni Garzoli. Das e-Journal ist jedem unserer Mitglieder zugänglich.

Im Jahre 2012 hatten wir zwei unerwartete Todesfälle zu beklagen: Prof. Dr. Wolfgang Kiowski, am Herz Gefässzentrum in Zürich, und Dr. René Frey, ehemals Kantonsspital Schaffhausen.

An der GV 2013 traten Michel Troesch nach 5 Jahren als Aktuar und 9 Jahren im Vorstand und Urs Dürst nach insgesamt 16 Jahren aktiver Vorstandstätigkeit, davon 5 Jahre als Präsident, zurück.

Dominik Maurer hat als Präsident der ZGK in den vergangenen 3 Jahren die Geschicke unserer Gesellschaft sehr souverän vertreten. Wurde doch in dieser Zeit auch die Swiss DRG eingeführt. In all den Jahren hat uns Markus Kaiser als Tarmed–Beauftragter der SGK sehr kompetent unterstützt. Ihm und allen Vorstandsmitgliedern, Christine Attenhofer als zusätzliches SGK Vorstandsmitglied und den beiden Revisoren und Delegierten, und vor allem auch unserem Sekretariat mit Frau Marie-Louise Schönbächler, danken wir an dieser Stelle für Ihren Einsatz für unsere Gesellschaft sehr herzlich.

Zürich, im Januar 2013, Urs Dürst